Navision

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Navision ist der ursprüngliche Name des ERP-Systems, das heute als Microsoft Dynamics 365 Business Central bekannt ist. Wir zeigen Ihnen, warum das Festhalten an alten NAV-Versionen Risiken bei Sicherheit und Compliance birgt und wie der Wechsel zu einer modernen Plattform sicher und praxisnah gelingt.

Navision auf einen Blick: Was verbirgt sich heute dahinter?

Navision ist der ursprüngliche Name des ERP-Systems, das heute als Microsoft Dynamics 365 Business Central bekannt ist. Es wurde für die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen entwickelt und bündelt Kernprozesse wie Finanzbuchhaltung, Vertrieb und Lagerlogistik in einer zentralen Anwendung.

Wenn Sie sich im Unternehmen um die Software kümmern, kennen Sie den Namen „Navision“ sicher. Und vielleicht denken Sie sich: Es läuft ja, warum also etwas ändern? Diese Frage ist absolut berechtigt. Dieser Leitfaden gibt Ihnen eine klare, praxisnahe Orientierung, was aus Navision geworden ist, welche stillen Risiken das Abwarten mit sich bringt und wie ein Umstieg zu einem gut planbaren, lohnenden Schritt für Ihr Unternehmen wird.

Von Navision zu Business Central: Eine logische Weiterentwicklung

Die Namen ändern sich, der Kern bleibt

Die Geschichte von Navision ist keine von Brüchen, sondern eine der konsequenten Verbesserung. Die Entwicklungslinie ist ganz einfach nachzuvollziehen:

  • Navision: Die Anfänge als flexibles ERP-System für den Mittelstand.
  • Dynamics NAV: Die Integration in die Microsoft-Produktfamilie nach der Übernahme 2002.
  • Dynamics 365 Business Central: Der aktuelle Name seit 2018, der den Wandel zu einer modernen Cloud-Architektur und die tiefe Integration in das Microsoft-Ökosystem markiert.

Im Kern ist Business Central also der direkte Nachfolger von Navision. Es fühlt sich vertraut an, ist aber technologisch eine völlig neue Generation.

Der entscheidende Unterschied: Warum Business Central mehr ist als ein neues NAV

Früher wurden Anpassungen direkt im Kerncode von NAV vorgenommen. Das machte jedes Upgrade zu einem komplexen und teuren Projekt, da alle Individualisierungen neu geprüft und angepasst werden mussten. Business Central löst dieses Problem durch ein sogenanntes Extension-Modell. Anpassungen werden heute in gekapselten Apps mit der Programmiersprache AL entwickelt, während der Standard unangetastet bleibt. Das macht Updates planbar, sicher und deutlich kosteneffizienter.

Warum ein Umstieg von Navision jetzt strategisch sinnvoll ist

Viele Anwender denken: „Unser NAV läuft doch stabil, warum etwas ändern?“ Die Antwort liegt nicht nur in neuen Funktionen, sondern vor allem in den wachsenden, oft unsichtbaren Risiken, die durch das Festhalten an veralteter Technologie entstehen.

Die versteckten Geschäftsrisiken alter NAV-Versionen

  • Sicherheitslücken: Ältere NAV-Versionen erhalten keinen Support mehr. Für die letzte Version, Dynamics NAV 2018, endet der erweiterte Support, der nur noch Sicherheitsupdates liefert, unwiderruflich am 11. Januar 2028. Jede Version davor ist bereits heute ohne Schutz und stellt ein nicht kalkulierbares Risiko dar.
  • Compliance-Probleme: Gesetzliche Anforderungen wie GoBD, DSGVO oder neue Nachhaltigkeitsberichtsstandards (CSRD) werden in alten Versionen nicht mehr abgebildet. Das zwingt zu manuellen, fehleranfälligen Workarounds und setzt Ihr Unternehmen rechtlichen Risiken aus.
  • Funktionale Stagnation: Wer auf Updates verzichtet, koppelt sich von der Weiterentwicklung ab. Wettbewerber nutzen bereits Werkzeuge wie KI-gestützte Analysen, mobile Apps oder integrierte Berichte, um schneller und datengestützter zu handeln.

Die strategischen Vorteile, die den Arbeitsalltag erleichtern

  • Intelligenz und Entlastung: Business Central bringt Assistenten, die wirklich helfen. KI-gestützte Cashflow-Prognosen geben Sicherheit, und der Copilot unterstützt praktisch, indem er Marketingtexte für Artikel vorschlägt oder bei der Bankkontenabstimmung assistiert.
  • Verbindung mit Microsoft 365: Die tiefe Verbindung mit Microsoft 365 ist ein enormer Vorteil. Sie können direkt aus Outlook Angebote erstellen, und Kollegen mit einer Microsoft-365-Lizenz können Daten in Teams einsehen, ohne eine teure Business-Central-Lizenz zu benötigen.
  • Zukunftssicherheit durch automatische Updates: Die Cloud-Version von Business Central erhält kontinuierlich Aktualisierungen, darunter zwei große Funktions-Updates pro Jahr (im April und Oktober). So bleiben Sie technologisch immer auf dem neuesten Stand, ohne dass dafür aufwändige Projekte nötig sind.

Der Umstieg in der Praxis: Ein Leitfaden in 5 Phasen

Die Migration von einem über Jahre gewachsenen NAV-System auf Business Central ist ein Projekt, das Respekt verdient, aber mit der richtigen Struktur sicher zu meistern ist. Es geht dabei um mehr als nur ein technisches Update – es ist die Chance, gewachsene Prozesse zu modernisieren.

Der Wechsel zu Business Central ist die beste Gelegenheit, alte Prozesse zu hinterfragen und zu optimieren, anstatt sie eins zu eins in ein neues System zu kopieren.
  • Phase 1: Analyse und Planung
    Gemeinsam definieren wir die Geschäftsziele, analysieren Ihre bestehenden Prozesse und Anpassungen. Wir identifizieren, wo die größten Potenziale für Verbesserungen liegen und was durch den Standard abgedeckt werden kann.
  • Phase 2: Bereinigung und Vorbereitung
    Historische Stammdaten und Bewegungsdaten werden systematisch bereinigt. Bestehende Anpassungen werden kritisch geprüft: Was wird noch gebraucht? Was kann durch eine Standardfunktion, eine App aus dem AppSource oder eine schlanke Neuentwicklung ersetzt werden?
  • Phase 3: Technische Umsetzung
    Die Business-Central-Umgebung wird aufgesetzt. Anschließend werden die bereinigten Daten migriert und notwendige Anpassungen als saubere Erweiterungen neu entwickelt.
  • Phase 4: Testen und Schulung
    Ihre Schlüsselanwender testen das neue System auf Herz und Nieren in einer sicheren Umgebung. Parallel schulen wir alle Mitarbeiter, damit der Start reibungslos verläuft und die neuen Möglichkeiten auch genutzt werden.
  • Phase 5: Produktivstart und Betreuung
    Nach dem geplanten Wechsel zum neuen System begleiten wir Sie intensiv, um einen stabilen und sicheren Betrieb zu gewährleisten und offene Fragen direkt im Arbeitsalltag zu klären.

Cloud oder eigene Server? Eine ehrliche Entscheidungshilfe

Die Frage nach dem richtigen Bereitstellungsmodell ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen. Business Central bietet Ihnen hierbei volle Flexibilität.

Die drei Modelle im Überblick

  • SaaS (Public Cloud): Die Standardlösung. Sie abonnieren die Software direkt bei Microsoft als Service. Microsoft kümmert sich um Infrastruktur, Wartung, Backups und die automatischen Updates. Sie profitieren von einer finanziell abgesicherten Verfügbarkeit von 99,9 %.
  • On-Premises: Die klassische Variante. Sie installieren die Software auf eigenen Servern im Unternehmen. Damit behalten Sie die volle Kontrolle, sind aber auch selbst für Wartung, Sicherheit und die Durchführung von Updates verantwortlich.
  • Private Cloud/Hybrid: Ein Mittelweg, bei dem die Software auf den Servern eines Hosting-Partners läuft oder lokale Datenhaltung mit Cloud-Diensten kombiniert wird.

Ihre Entscheidung sollte auf einer klaren Analyse Ihrer IT-Strategie, internen Ressourcen und Anforderungen basieren. Der entscheidende Unterschied liegt bei den Updates: Im Cloud-Modell erhalten Sie neue Funktionen und Sicherheitspatches automatisch. Bei On-Premises müssen Updates als eigenes IT-Projekt geplant und manuell durchgeführt werden.

Was kostet Business Central? Ein Blick auf das Lizenzmodell

Im Cloud-Modell (SaaS) wird Business Central pro Benutzer und Monat lizenziert. Das macht die Kosten transparent und planbar. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen drei Lizenztypen:

  • Essentials: Deckt die Kernbereiche Finanzen, Vertrieb, Einkauf, Lager und Projektmanagement ab.
  • Premium: Enthält alle Essentials-Funktionen und erweitert diese um Module für Service- und Produktionsmanagement.
  • Team Member: Eine kostengünstige Lizenz für Benutzer, die nur lesenden Zugriff benötigen oder einfache Aufgaben wie Zeiterfassung durchführen.

Fazit: Warum der Wechsel von Navision jetzt eine strategische Chance ist

Das Festhalten an einem veralteten Navision oder Dynamics NAV ist mehr als nur eine verpasste Chance – es ist ein wachsendes Geschäftsrisiko in Bezug auf Sicherheit, Compliance und Wettbewerbsfähigkeit. Der Wechsel zu Dynamics 365 Business Central ist kein reines IT-Update, sondern eine strategische Modernisierung Ihres Unternehmens. Sie investieren in eine zukunftssichere, flexible und intelligente Plattform, die Ihre IT entlastet, die tägliche Arbeit Ihrer Mitarbeiter erleichtert und Ihnen die Werkzeuge an die Hand gibt, um im heutigen Marktumfeld erfolgreich zu sein.

Nächster Schritt

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